Für den engagierten Tierfreund, welcher sich für diese Tierrasse begeistern kann, spielt natürlich stets auch das Zwergkaninchen Alter eine ganz wichtige Rolle. Definiert doch schließlich das Zwergkaninchen Alter jene unwiederbringliche Zeitspanne, die der Besitzer gemeinsam mit seinem Langohr in Freud und Leid verbringen kann. In der freien Natur, wo das Wildkaninchen stets mehr oder minder diversen Gefahren und Bedrohungspotenzialen ausgesetzt ist, beträgt die Lebenserwartung der Tiere gerade einmal 9 Jahre. Zu den elementaren Faktoren, welche hier in der freien Natur die Lebenserwartung der Wildkaninchen ganz entscheidend imitieren, gehören beispielsweise Erkrankungen wie die gefürchtete Myxomatose oder die Chinaseuche, die Beutezüge von wildernden Katzen und Hunden sowie der diversen wild lebenden Greifvögel, Vergiftungen durch großflächig ausgebrachte Pestizide und Pflanzenschutzmittel, das Erfrieren oder Verhungern bereits im ersten Winter des Lebens, die Tötung während der Jagd oder der Jagd mit dem Greifvogel im Rahmen der Nachstellungen durch den Menschen und natürlich der Straßenverkehr.

In der Obhut des Menschen in welcher es keine natürlichen Feinde gibt und das jeweils verfügbare Nahrungsangebot praktisch unbegrenzt ist, kann natürlich ein höheres Zwergkaninchen Alter erreicht werden. Natürliche Feinde, so beispielsweise Wolf, Rotfuchs, Hermelin, Greifvögel, Eulen, Marder, Wiesel, Iltis und auch Luchs, haben hier keinen Zugriff auf das Zwergkaninchen und Krankheiten können entweder durch prophylaktische Impfungen bereits im Vorfeld ausgeschlossen oder nach ihrem Ausbrechen wirksam durch den Tierarzt behandelt werden, so dass das Zwergkaninchen Alter in der Obhut des Menschen heute oft auf bis zu 12 Jahre beziffert werden kann. Allerdings gibt es weitere Faktoren, welche das Zwergkaninchen Alter selbst in der Obhut des Menschen gefährden und limitieren. Hierzu gehört vor allem die in den letzten Jahren ganz eindeutig erfolgte Überzüchtung der Tiere.

Die Rassen werden dabei vor allem bewusst dahingehend gezüchtet, dass sie immer kleiner und putziger ausfallen. Dies steigert zwar die Beliebtheit und damit letztendlich auch den Verkaufswert der Tiere, reduziert allerdings gleichzeitig ihre Lebenserwartung beträchtlich, da die überzüchteten Tiere deutlich anfälliger für diverse Krankheitsbilder werden. I diesem Zusammenhang sind vor allem viele Abszesserkrankungen und vor allem auch der gefürchtete Lymphdrüsenkrebs zu nennen. Während es für größere und teurere Haustiere inzwischen längst wirksame Chemotherapien gegen den Lymphdrüsenkrebs gibt, hat die Kleintier-Medizin im Verlaufe der letzten Jahre leider vergleichsweise wenig Interesse gezeigt, solche Methoden und Mittel auch für das beliebte Zwergkaninchen zu entwickeln. Die Ursachen hierfür mögen in einer schlichten Kosten-Nutzen-Rechnung begründet liegen und in der Tatsache, dass die kostenmäßigen Aufwendungen einer solchen Behandlung beim Zwergkaninchen in der Regel in keiner Relation mehr zum Wert eines solchen Tieres stehen. Daher ist beim Zwergkaninchen Alter zwar von einer theoretischen Möglichkeit von immerhin bis zu 12 Jahren auszugehen, welcher in der Praxis allerdings eine sinkende Tendenz gegenüber steht.

Medizinische Versorgung

Eine wichtige Voraussetzung zur Erzielung vom letztendlich optimalen Zwergkaninchen Alter ist jedoch der regelmäßige Besuch beim Tierarzt. Hierbei sollte grundsätzlich eine erfahrene Kleintier-Praxis aufgesucht werden:

Auch junge Kaninchen können krank sein

Weit verbreitet ist die Annahme, dass sehr junge Zwergkaninchen ja im Grunde genommen noch keine schwerwiegende Erkrankung aufweisen können. Dem ist jedoch nicht so. Bereits im frühen Lebensalter können schon aggressive und ohne Behandlung tödlich verlaufende Krankheiten ein Zwergkaninchen befallen. Daher sollte auch mit einem Jungtier im Falle von Unregelmäßigkeiten oder Auffälligkeiten sofort der nächste Tierarzt, idealerweise eine erfahrene und versierte Kleintierpraxis, aufgesucht werden.

Die Lebenserwartung durch Kastration erhöhen

Auch eine frühzeitige und fachmännisch ausgeführte Kastration kann beim Rammler und auch bei der Häsin zur Erhöhung des Lebensalters beitragen. Hierdurch wird nicht nur gefährlichen Rangkämpfen vorgebeugt, sondern auch dem Auftreten von Krebserkrankungen.

Eine Antwort

Schreibe einen Kommentar