021.02.10|Rosenheim Land
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Auch wenn die Tierartenkenntnis in unserer modernen Welt vielfach sehr zu wünschen übrig lässt - ein Wildtier kennt doch jedes Kind: das Eichkatzerl.

© OVB
Das schmeckt: Eichkatzerl mit Fichtenzapfen in luftiger Höhe.
Ob braun, fast schwarz oder rot gefärbt mit weißem Bauch, immer ist es unser heimisches Eichhörnchen (Sciurus vulgaris). Sogar in einem Wurf können rot-
Nur der Baummarder kann da mithalten. Für ihn ist das Eichkatzerl das Hauptbeutetier. Hat er erst die Verfolgung aufgenommen von Krone zu Krone, von Baum zu Baum, stammab, stammauf, endet es oft tödlich für den kleinen Nager.
Der am besten ausgebildete Sinn des Eichhörnchens ist das Auge, im Besonderen das Bewegungssehen. Das ist sehr wichtig, denn auch vor Uhu und Habicht ist das Eichkatzerl nicht sicher. Da die drei Hauptfeinde aber eher zu den Kulturflüchtern zählen, haben die Eichkatzl in Parks und Städten weniger zu befürchten als die in unseren Wäldern. In Parks stellen dafür die Katzen ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotenzial dar.
Die sehr lernfähigen Nager kommen mit der Nähe des Menschen äußerst gut zurecht, nützen alle menschlichen Nahrungsquellen vom beschickten Vogelhaus bis zur Fütterung in den Parks, in denen sie handzahm den Besuchern das mitgebrachte Futter entlocken.
Wenn ich auf dem Hochstand sitze und auf Reh oder Rotwild warte, wird die Zeit manchmal kurzweiliger, wenn ich Besuch von einem Eichkatzerl bekomme. Meist ist es ein "tschuk, tschuk, tschuk", das mich aufmerksam macht. Heftig mit dem Schwanz hin-
Auch im Winter kann man dem Eichkatzerl begegnen. Es hält keinen Winterschlaf, hat es doch für die nahrungsärmere Zeit vorgesorgt und Samen und Früchte versteckt oder vergraben. Es sucht mit erstaunlichen Ortskenntnissen und guter Nase in kargen Zeiten diese Plätze auf, um seinen Hunger zu stillen. Zusätzlich sucht es, auch bei tiefen Minus-
Die Paarungszeit zieht sich von Februar bis Juli hin. Zweimal im Jahr bringt die Fähe drei bis fünf Junge zur Welt, die nackt und blind geboren werden. 8,5 Gramm ist das Geburtsgewicht. Das Weibchen zieht die Jungen ohne Hilfe des Männchens auf. Mit neun Wochen sind die Jungen bereits selbständig und müssen für sich selbst sorgen.
Eichkatzerl sind Allesfresser. Der Speiseplan richtet sich danach, was die Natur gerade anbietet: Beeren, Knospen, kleine Triebe, Früchte, Hasel-
Das Vorkommen der Eichkatzerl ist in den letzten Jahren gut gewesen. Auch wenn es in den Beständen immer wieder zu Schwankungen kommt, so ist es bei uns nicht gefährdet. Ein Eichkater beansprucht bis zu 50 Hektar Lebensraum, Weibchen dagegen lediglich 10 bis 15.
Das Eichkatzl gehörte früher rechtlich zum Raubzeug (Nesträuber) und konnte im Rahmen des Jagdschutzes erlegt werden. Dieser Unsinn wurde 1980 im Rahmen der Bundesartenschutzverordnung abgeschafft. Für die allermeisten Jäger ist das sicher kein Problem, eher für extreme Vogelschützer oder Förster, die es nicht so gerne sehen, dass die Triebe der Nadelbäume abgebissen werden.
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